Vorschau auf kommende Ausstellungen

Gustav Kluge

Druckstöcke zwischen Werk und Werkzeug

Ende des Jahres beschäftigen wir uns mit einer druckgrafischen Technik, die maßgeblich für den Erfolg des jungen Horst Janssen verantwortlich war: der Holzschnitt.

Gustav Kluge (*1947) ist zunächst als Maler bekannt; mit seinen figurativen, dabei oft düsteren Darstellungen zählt er zu den Vertretern der „Neuen Wilden“. Im Horst-Janssen-Museum interessieren uns seine großformatigen Holzschnitte. Hier hat Kluge einen sehr individuellen Ansatz: Denn oft gibt es nur einen einzigen oder wenige Abzüge von seinen Druckstöcken. Dafür treten diese Druckstöcke wie eigene Skulpturen auf. Die bearbeiteten und bemalten, ehemalige Dielenböden, Türblätter und Baumscheiben sind einerseits Werkzeuge und andererseits autonome Kunstobjekte. Je nach Größe und Gestalt wirken sie zuweilen grobschlächtig, zuweilen sensibel und lassen einen völlig neuen Blick auf die Technik des Holzschnittes zu.

Die Ausstellung findet als Kooperation mit dem Spendhaus, Reutlingen, und dem Museum Lothar Fischer, Neumarkt, statt.

Laufzeit: 9. Dezember 2018 bis 24. März 2019